Die Geschichte der Katze

Die Evolution brachte vor ca 45 Millionen Jahren die Klasse der Miacis hervor, wieselartigen Säuger, die als Urahnen der heutigen Raubtierfamilien gelten. Bereits im Tertiär entwickelte sich daraus die Zibetkatze, von der sich die Katze entwickelte.
Heute gibt es 38 Mitglieder der Spezies Felidae (Katzen), von denen jedoch nur Felis silvestris mit 3 Unterarten als Urahn unserer Hauskatze in Frage kommt (Felis silvestris lybica, Felis silvestris silvestris, Felis silvestris ornata)
Doch wann begann die Liebesbeziehung Mensch - Katze?
Solange der Mensch ein Nomadenleben führte war die Liebe des Menschen zur Katze eher kulinarischer Natur wie Ausgrabungen aus Jericho von 8000 Jahren alten Katzenskeletten belegen.
Ein harmonisches Miteinander entwickelte sich wahrscheinlich erst um ca. 3000 v.Chr. im alten Ägypten.
Die reich gefüllten Kornkammern zogen massig Mäuse und Ratten an und eben auch Katzen, die ihrem Futter folgten,. Besuchen zur Futtersuche in der menschlichen Nähe gingen allmählich über in den Einzug in die Scheunen und schließlich in die Häuser und Herzen der Ägypter.
Auch heue noch werden von traditionellen Völkern afrikanische Wildkaten oder Falbkatzen (Felis sylvestris lybica) als Haustier gehalten.  Verschiedene genetische Untersuchungen haben beim DNA-Mapping keine Unterschiede zwischen Falbkatze und Hauskatze festgestellt. Die Falbkatze steht deshalb als Haupturahn unserer heutigen Hauskatze fest.
Vom geduldeten Mäusejäger über beliebtes Haustier wurde die Katze sogar von Ägyptern als Göttin verehrt. Dies legen zahlreiche Funde von Bilder und Statuen dar. Eine Katze zu töten war deshalb eine Todsünde und wurde mit dem Tode bestraft, ebenso stand die Todesstrafe auf die Ausfuhr von Katzen.
Doch wie kam dann die Katze nach Europa?
Dies ist phönizischen Kaufleuten zu verdanken, die Katzen mit ihren Schiffen aus Ägypten schmuggelten und diese nach Italien, Griechenland und Gallien brachten. Dort verdrängte sie als Mäusejäger die dort gehaltenen Frettchen, da sie durch ihre Reinlichkeit weit besser als Haustier geeignet war. Vom Mittelmeerraum breitete sich die Katze in ganz Europa aus und kreuzte sich gelegentlich mit der einheimischen Waldkatze (Felis silvestris silvestris). Im nördlichen Europa waren jedoch Katzen lange selten. Katzen gelangte zu diesen jedoch auf römischen und griechischen Schiffen - wo sie die Nahrungsmittel sicherten. Auch hier hatten Katzen gegenüber den Wieseln, die dort die Bauernhöfe vor Nagern freihielten einen Reinlichkeitsvorteil und ersetzten schließlich auch diese. Nach China, wo die Katze bereits 1500 v.Chr. bekannt war, gelangte die Katze über Indien und schließlich weiter nach Japan. In Asien kam es zu Einkreuzungen der dort einheimischen Steppenkatze (Felis silvestris ornata).
Im 10. Jhd. war die Katze in ganz Europa und Großteilen Asiens verbreitet. Auf Schiffen gelangte die Katze ab dem 15. Jhd. nach Amerika, Australien und Neuseeland und schließlich in die ganze Welt.
Konnte sich die Katze mit der erfolgreichen starken Verbreitung der Wanderratte bis ins späte Mittelalter stark vermehren, hatte die Beziehung Mensch zur Katze bereits  zu dieser Zeit deutliche Einbußen einstecken müssen. Starker Aberglauben führte dazu, dass Katzen ein dämonisches Wesen nachgesagt wurde, die im Bund mit dem Teufel stünden und für Unglück und Krankheiten aller Art verantwortlich seien. Das hatte zum Ergebnis, dass Katzen in der Folge 450 Jahre lang bis Ende des 17. Jhd. stark verfolgt wurden. Mit Beginn des 18. Jhd. nahm dann die Beliebtheit der Katze wieder zu. Man begann neben Ihrer Nützlichkeit auch ihre Ästhetik zu schätzen. So nahm die Katze auch Einzug in die Kunst. Immer mehr wurde die Katze als Haustier geschätzt. Dies war auch mit einer planmäßigen Katenzucht verbunden und hatte Ende des 19. Jhd. die ersten Katzenausstellung zur Folge. Heute erfreut uns die Katze mit über 30 verschieden Katzenrassen und mit 45 Mio. Tieren alleine in Europa.